Am Ortsrand 15,

     26188 Edewecht

 
 
 

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Krippe

Das Vorwort

 

In der heutigen Lebenssituation sind unterstützende Familiennetze vor Ort nicht mehr selbstverständlich. Da der Mensch als "Gruppen - Lebewesen" konzipiert ist, löst er komplexe Lebensaufgaben am besten durch gegenseitige Unterstützung und mit Hilfe anderer.

Eltern brauchen Austausch und Unterstützung, um ihre Kinder mit Freude und Kompetenz zu erziehen. Die Kinderkrippe ermöglicht beiden Eltern berufstätig zu sein, was zum Lebensunterhalt und auch zur Zufriedenheit beiträgt, die für die ganze Familie sehr wichtig ist.

Die Kinder wiederum gebrauchen zur gesunde Entwicklung auch andere Kinder und nach und nach einen größeren Kreis an erwachsenen Vertrauenspersonen. Sie brauchen Raum, um sich selbst zu erproben und die Welt in einem geschützten Rahmen gemeinsam mit anderen Kindern zu entdecken.

 

Liebe Leser,

dieses Konzept wurde als Spiegelbild unserer Arbeit, unserer Überzeugung und Werte gemeinsam vom Team der Kindertagesstätte "Lüttefehn" erarbeitet.

So wie die Kinder sich weiter entwickeln oder sich Umstände auch einmal ändern können, so wird auch unsere Konzeption regelmäßig überarbeitet und angepasst.

Die Inhalte sind für uns mehr als nur "gefülltes" Papier. Wir leben in unserer Einrichtung danach. Dabei greifen viele Bereiche ineinander und werden im gelebten Alltag miteinander verknüpft.

Im folgenden stellen wir ein Konzept vor, mit dem wir Ihnen einen Einblick in unserer Arbeit geben möchten. Die pädagogische Arbeit wird transparent und nachvollziehbar beschrieben.     

 

 

der Träger

 

Der Träger der Kinderkrippe ist die Gemeinde Edewecht. Die Krippe liegt leicht erreichbar im Ortsteil Friedrichsfehn.

Sie umfasst drei Ganztags- sowie eine Vormittagsgruppe mit jeweils bis zu 15 Kindern im Alter von einem- bis zum dritten Lebensjahr.

 

 

die Gruppengröße

 

Es können je Gruppe 15 Kinder im Alter zwischen 12 Monaten und drei Jahren aufgenommen werden.

Besuchen mehr als sieben Kinder unter zwei Jahren eine Krippengruppe, verringert sich aufgrund der Vorschriften des Kindertagesstättengesetzes, die Gruppengröße auf

12 Kinder. 

 

 

die Beschreibung der Krippe

 

In unserer Kinderkrippe finden die Kinder vielfältige Bewegungs- und Erfahrungsmöglichkeiten.

Gemäß der Grundprinzipien unserer pädagogischen Arbeit auf den Grundgedanken der Pikler-Pädagogik, bieten wir den Kindern hierzu in allen Krippengruppen verschiedenste Materialien an.

Für alle vier Krippengruppen besteht jeweils ein Gruppenraum mit angegliedertem Schlaf – und Wickelraum. In diesem befinden sich Wickeltische, Kindertoilette, Handwaschbecken und Dusche. Zur gemeinsamen Verfügung stehen der helle einladende Eingangsbereich und Mehrzweckhalle, sowie eine separate Küche zur Fertigstellung von Mittagessen.

 

das Team   

 

Die vier Gruppen werden von einem Mitarbeiterteam von jeweils drei Personen betreut.

Die Basis für eine gute Zusammenarbeit liegt in der gegenseitigen Achtung und Anerkennung, im guten kollegialen Umgang und in der Ehrlichkeit und Offenheit miteinander.

Grundvoraussetzung für den gemeinsamen Erfolg ist der Wille jedes Einzelnen, sich im- und für das Team zu engagieren.

Die Kolleginnen der einzelnen Gruppen treffen sich wöchentlich zur Dienstbesprechung, um gemeinsam pädagogische und organisatorische Dinge der Gruppe zu planen, vorzubereiten und zu reflektieren.

 

Die Zusammenarbeit des Teams:

 

- intensive Auseinandersetzung mit der Pikler Pädagogik

- Planung des Gruppenalltags

- Planung der Elternarbeit wie z.B. Elterngespräche

- Erarbeitung unserer Entwicklungsdokumentation

- Auseinandersetzung mit der "Babyzeichensprache"

- Gegenseitige Unterstützung und Beratung 

- Gestaltung und Pflege der Räume, des Inventars und des Außengeländes

- Eigenverantwortliche Weiterbildung

 

Eine Zusammenarbeit auf einer gleichberechtigten und partnerschaftlichen Grundlage führt zur Zufriedenheit und Arbeitsfreude und davon profitieren die kleinen Menschen.

 

  

die pädagogische Gestaltung für das Kind nach Emmi Pikler

 

Die Forschung Emmi Piklers galt der selbständigen Aktivität im Säuglings- und Kindesalter. Sie beschäftigte sich mit der aktiven und ungestörten Bewegungsentwicklung des Kindes und seinem eigenständigen Spiel. Aus ihren Beobachtungen und Dokumentationen entstanden Prinzipien und Theorien, die wir in unserer Kinderkrippe mit den Kindern vertreten und berücksichtigen.

Kurz zur Geschichte von Emmi Pikler.

Emmi Pikler wurde 1902 in Wien geboren, wo sie auch ihre frühe Kindheit verbrachte. Sie entschloss sich früh Medizin zu studieren, promovierte 1927 und wurde Fachärztin für Kinderkrankheiten.

Ihrer ersten Tochter gab sie viel Geduld und freie Bewegungsmöglichkeiten, um schnell zu erkennen, wie wichtig kleinste Details für eine positive Entwicklung des Kindes sind. Zehn Jahre arbeitete Emmi Pikler als Familienärztin. Nach dem Krieg bekam sie zwei weitere Kinder.

Weil ihre Privatpraxis nicht wieder eröffnet wurde, kümmerte sie sich innerhalb einer ungarischen Organisation um unterernährte und verlassene Kinder.

1946 eröffnete sie das Säuglingsheim "Loczy" in Budapest. Während dieser Zeit stellte sie fest, dass jedes Kind seine Autonomie, Individualität, und Persönlichkeit entfalten kann, wenn es sich möglichst frei und selbständig entwickeln darf. Wichtig ist hierbei, dass jedes Kind über sein eigenes Zeitmaß der Entwicklung verfügt.

In stabilen Beziehungen lernen Kinder zu vertrauen und sich aus eigener Initiative gemäß ihren Interessen zu bewegen und zu spielen. Das Kind soll sich als aktiv erleben und Vertrauen in seine eigene Bewegung haben.    

 

"Ich helfe nur ein ganz klein wenig nach.

Mit dieser Einstellung kommt man dem Kind zur Hilfe und reicht ihm die Hand,

damit das Aufstehen leichter gelingt".

Emmi Pikler

 

Eine weitere Erkenntnis Emmi Piklers ist, dass Pflege bereits Erziehung ist. Ein Baby macht die meisten Erfahrungen während es gefüttert, gebadet, an- und ausgezogen, oder gewickelt wird.

Die verschiedenen Pflegesituationen sollen sprachlich begleitet werden, denn im Vordergrund steht, dass das Kind sich wohlfühlt.

Emmi Pikler bezeichnet die Pflege als eine Begegnung die Zeit benötigt. Dem Kind wird hierbei ein Gefühl der Ruhe vermittelt. Respektvoller Umgang - von Anfang an mit dem Kind verständlich, einfach, fließend und ruhig zu sprechen.

Wenn die kindlichen Signale verstanden und sinnvoll erwidert werden, entstehen im Dialog mit dem Erwachsenen Kommunikation und Sozialverhalten. Emmi Pikler erforschte die Stufen der Aufmerksamkeitsfähigkeit als Grundlage des kognitiven Lernens. Um dem Kind selbständiges Lernen zu ermöglichen, muss vom Erwachsenen eine Umgebung geschaffen werden, die den Bedürfnissen des Kindes entspricht.

 

"Ein Kind kann nur dann frei seinen Körper und Geist schulen,

wenn man ihm Platz und Zeit lässt".

Emmi Pikler

 

1984 starb Emmi Pikler nach kurzer schwerer Krankheit. Ihre Tochter Anna Tardos (Kinderpsychologin) führt die pädagogische Arbeit bis heute im "Loczy" fort.

Mit ihren Erkenntnissen entwickelte Emmi Pikler eine neue Betreuungs- und Erziehungspsychologie.

Wir als Betreuungspersonal der Kinderkrippe "Lüttefehn" teilen viele ihrer Ansichten, unterstützen jedes einzelne Kind in seiner Individualität und treten ihm mit Achtsamkeit und Respekt gegenüber.

Kinder unter drei Jahren brauchen Räume, die sie bei der Entwicklung ihrer Kompetenzen stimulieren, ihnen soziale und sachliche Eigenaktivitäten (experimentieren, forschen) ermöglichen. Das Kind begreift die Welt um sich herum. Es beobachtet, ordnet Dinge zu, ahmt nach und lernt sich selbst mit all seinen Fähigkeiten kennen. Das Spiel "unserer" Kinder wird somit als deren Beruf bezeichnet.

Unsere Räume ermöglichen soziale Erfahrungen mit älteren und jüngeren Kindern zu sammeln und bieten Raum für viel Bewegung, zum Entspannen und Ausruhen. Die vorbereitete Umgebung (das klar strukturierte Material und die Bewegungsmaterialien Piklers) sind für alle Kinder hervorragend geeignet.

Das Miteinander in der Gruppe ermöglicht es allen Kindern ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten zu erarbeiten, sich gegenseitig einzuschätzen und zu unterstützen.

Wir streben an, die Kinder zur selbständigen und selbstbestimmten Aktivität zu fördern, indem wir genau beobachten, wo sie sich gerade in ihrer Entwicklung befinden und ihnen das Bewegungsmaterial und die Themen anbieten, welche die Kinder in ihrer Entwicklungsphase brauchen und interessieren. Kinder wählen die Materialien frei nach Bedürfnis und Entwicklung.

 

"Kinder sollen mehr spielen, als viele Kinder es heutzutage tun.

Denn wenn man genügend spielt, solange man klein ist,

dann trägt man Schätze mit sich herum,

aus denen man später sein ganzes Leben lang schöpfen kann.

Dann weiß man was es heißt, in sich eine warme, geheime Welt zu haben,

die einem Kraft gibt, wenn das Leben schwer ist".

Astrid Lindgren          

 

 

 

 

die freie Bewegungsentwicklung

 

Wir legen in unserer Arbeit großen Wert darauf, dass das Kind seinen inneren Bewegungsdrang ausleben kann.

Das Kind zeigt seine Emotionen über seinen Körper.

Wir bringen jedem einzelnen Kind Vertrauen entgegen, sprechen ihm Mut zu und unterstützen auf diese Weise sein Selbstvertrauen und seinen Forscherdrang. So lernt das Kind sich etwas zuzutrauen, nach seiner eigenen persönlichen Geschwindigkeit zu handeln und so eigenständig an sein Ziel zu gelangen.

Die Bewegungsentwicklung des Kindes ist kontinuierlich. Das Kind legt seine Entwicklungsschritte selbst fest. Es wird in seiner Bewegungsentwicklung nicht gedrängt oder gar in eine Situation gebracht, aus der es alleine nicht mehr herauskommt. Jedes neue Detail seiner Bewegung verlangt ihm seine ganze Aufmerksamkeit ab.

Wir unterstützen das Kind in jeder Phase seiner Bewegungsentwicklung, indem wir ihm in unserer Einrichtung die Möglichkeit zum Üben, wiederholen und experimentieren geben. Auf diese Weise erforscht das Kind seine Umgebung nach seinem Tempo, eignet sich neue Bewegungsabläufe an und handelt nach seinen eigenen Vorstellungen.

 

"Sich bewegen lernen heißt, seine Umwelt erobern".

Emmi Pikler

 

   

 

der Tagesablauf

 

In allen Gruppen kehren täglich folgende Abläufe wieder:

 

  • das freie Spiel
  • das gemeinschaftliche Frühstück
  • der tägliche Gang nach draußen
  • die Pflegesituationen
  • das gemeinsame Mittagessen
  • das wöchentliche Bewegungsangebot in unserer Turnhalle

 

Da Kinder unter den ersten drei Lebensjahren unablässig damit beschäftigt sind, sich mit sich selbst und ihrer Umwelt auseinanderzusetzen, gibt es bei uns im Krippenbereich keine angeleiteten Angebote wie zum Beispiel das Basteln.

In diesem Alter erwacht das Ich. Die Kinder wollen alles selbst tun. Sätze wie "Ich will - alleine" gehören zum Alltag. Sie wollen selbstwirksam und  eigenaktiv sein. Dabei sind die Kinder sehr fantasievoll und kreativ in ihren Forschungs- und Spielprojekten.

Unsere Aufgabe besteht darin, den Kindern viel Raum für freies Spiel zu ermöglichen. Dadurch, dass wir die Kinder intensiv und während ihrem Spiel beobachten, erkennen wir individuell mit welchem Spielthema sich das Kind gerade beschäftigt und können so gezieltes, freilassendes Spielmaterial zur Verfügung stellen.

Kinder lieben es, Lieder zu singen, die von anderen Kindern und Kolleginnen immer aufgegriffen werden.

 

Weitere wichtige Aktivitäten sind die Geburtstagsfeiern und die jahreszeitlichen Gegebenheiten (Weihnachten, Ostern etc.) deren Ausführung natürlich den individuellen Entwicklungsstufen der Kinder entsprechend unterschiedlich gestaltet wird.

 

Mädchen

 

die Bedeutung der Pflege

 

Während der Pflege lernt das Kind seinen Körper kennen und macht zahlreiche Erfahrungen in den unterschiedlichen Bereichen.

Je einfühlsamer damit umgegangen wird, desto mehr lernt das Kind seinen eigenen Körper zu schätzen und als etwas Wertvolles anzusehen.

Die emotionale Entwicklung des Kindes wird gestärkt, weil dem Kind die Möglichkeit gegeben wird, eine Beziehung zu der pädagogischen Fachkraft aufzubauen.

Während dieser intensiven Pflegesituation lernt das Kind seine Bedürfnisse auszudrücken. Die Pflege trägt zur Persönlichkeitsentwicklung und zur Selbständigkeit des Kindes bei. Wir geben dem Kind in der Situation die Möglichkeit selbständig mitzuwirken und sich selbst zu entdecken, sich zu sehen, sich zu fühlen und natürlich zu bewegen.

Wir legen auch hier großen Wert auf Kommunikation zwischen dem Kind und uns Erwachsenen. Die Pflege wird immer sprachlich begleitet, sodass das Kind auch hier aktiv mit eingebunden ist. Das Kind lernt Zusammenhänge kennen, denn jede Handlung und Berührung wird mit Worten begleitet.

Durch diese intensive Form der Kommunikation wird das Kind zum Sprechen angeregt.

 

 

der Abschied von der Windel

 

Um auf die Bedürfnisse der Kinder zu reagieren, ist uns die gemeinsame Zusammenarbeit und Absprachen mit den Eltern sehr wichtig. Die individuelle Reifung des Kindes bestimmt, wann es trocken wird. Jedes Kind hat hierbei sein persönliches Tempo und gibt seinen eigenen Entwicklungsschritte vor. Es ist uns wichtig, die Kinder in dieser Phase nicht unter Druck zu setzen, sondern ihm die Zeit zu geben, die es braucht.

Mit liebevoller Unterstützung bestärken wir die Kinder während der Pflegezeit zum Toilettengang.

 

 

Kinder

der Umgang mit Krankheiten

 

Wenn ein Kind krankheitsbedingt zuhause bleibt, soll die Einrichtung benachrichtigt werden.

Kranke Kinder gehören grundsätzlich nicht in die Einrichtung. Stellen wir fest, dass ein Kind erkrankt ist, muss es abgeholt werden. Das kranke Kind soll der Krippe solange fern bleiben, bis es fieberfrei ist und die Symptome abgeklungen sind bzw. keine Ansteckungsgefahr mehr besteht.

 

Folgende Regeln sind zu beachten:

 

Fieber: 24 Stunden symptomfrei

Magen - Darm Erkrankungen: 48 Stunden symptomfrei

Scharlach: Nach IfGS mindestens ein Tag nach der Einnahme von Antibiotikum

Windpocken, Röteln, Ringelröteln: Informationspflicht gegenüber der Einrichtung zum Schutz schwangerer Personen. Nach Absprache mit dem Arzt.

Hand-Mund-Fuß Krankheit: Informationspflicht gegenüber der Einrichtung zum Schutz anderer Personen. Bis keine gefüllten Bläschen mehr vorhanden sind und nach Absprache mit dem Arzt.

 

 

der Umgang mit Datenschutz

 

Alle persönlichen Daten der Kinder, die für den Besuch der Krippe erforderlich sind, werden von uns vertraulich behandelt (SGB III) und nur mit schriftlicher Einverständniserklärung der Eltern weitergegeben.

        

 

die Eingewöhnung

von der Familie zur öffentlichen Erziehung

 

Der sanfte und individuelle Übergang Ihres Kindes aus dem familiären Umfeld in unsere Krippe ist von großer Bedeutung und für das Kind und seine anstehende Zeit in unserer Einrichtung prägend.

Wir richten uns nach dem "Berliner Eingewöhnungsmodell", das speziell für Krippen entwickelt wurde und mehrfach erprobt ist.

Hieraus geht hervor, dass das Kind seine ersten Tage für eine abgesprochene Zeit, gemeinsam mit einem Elternteil in unserer Krippe verbringen wird. Auf vertrauensvolle Weise lernt es so in Begleitung von Mama oder Papa die neue Umgebung, sowie Strukturen des Tagesablaufes kennen.

Wir wollen dem Kind Sicherheit vermitteln, indem wir ihm Zeit und Gelegenheit geben, sich langsam und schrittweise im neuen Umfeld zu recht zu finden, den Umgang mit anderen Kindern kennen zu lernen und eine vertrauensvolle Beziehung zu der pädagogischen Fachkraft aufzubauen.

Damit die Eingewöhnung gelingt, werden die Eltern von Anfang an in die Phase der Eingewöhnung mit einbezogen und im Erstgespräch während eines Hausbesuchs genau über den Verlauf informiert.

Der erste Kontakt zwischen der pädagogischen Fachkraft und der Lebenswelt des Kindes, der Kontakt auf vertrautem Boden, gibt auch Eltern die Sicherheit ihre Bedürfnisse und Ängste offen anzusprechen. Hausbesuche finden grundsätzlich nach vorheriger Absprache mit den Eltern des Kindes statt. Diese erste Begegnung bildet die Basis für eine konstruktive Zusammenarbeit zum Vorteil des Kindes.

Die dreitägige Grundphase

In dieser Zeit begleiten sie Ihr Kind täglich für eine Stunde im Gruppenraum. In dieser Zeit wird es keine Trennung vom Kind geben. Die pädagogische Fachkraft nimmt dabei behutsam Kontakt zu ihrem Kind auf, ohne es zu bedrängen.

Ab dem vierten Tag ...

... findet eventuell ein erster kurzer Trennungsversuch statt. Akzeptiert Ihr Kind die Trennung noch nicht, wird diese am darauffolgenden Tag noch mal versucht.

Ab dem vierten Tag übernimmt die pädagogische Fachkraft zunächst im Beisein des Elternteils die Versorgung des Kindes und reagiert als erste auf seine Bedürfnisse. Es erfolgt eine tägliche Erweiterung der Trennungsphase unter Beachtung des Kindes.

Die Schlussphase

Der Elternteil hält sich nicht mehr mit dem Kind in der Gruppe auf, ist jedoch jederzeit erreichbar.

 

Die Eingewöhnung gilt als abgeschlossen, wenn Ihr Kind die pädagogische Fachkraft als "sichere Basis" akzeptiert. Das heißt zum Beispiel, dass es sich trösten lässt und alleine ins Spiel findet.

 

Jedes Kind ist anders und wir respektieren, wenn das Kind eine längere bzw. kürzere Eingewöhnungsphase benötigt.

Wir bitten darum, für die Eingewöhnungszeit des Kindes mindestens drei Wochen einzuplanen.  

 

 

die Elternzusammenarbeit

 

Wir betrachten das Kind und seine Familie als eine natürliche, individuelle Lebenseinheit. Um dem Kind zu helfen ist eine vertrauens- so wie wirkungsvolle Partnerschaft von Familie und Einrichtung notwendig. Nur gemeinsam kann die Aufgabe bewältigt werden, Kindern in den ersten wichtigen Lebensjahren zu begleiten, individuell zu fördern und gegebenenfalls Probleme zu lösen.

Zum Beispiel ermöglichen die täglichen Tür- und Angelgespräche sowohl den Eltern als auch den pädagogischen Fachkräften individuelle und situationsbedingte Informationen auszutauschen. Dieses schafft und unterstützt auf Dauer Sicherheit und Vertrauen im Umgang mit dem Kind.

Zu dieser Sicherheit gehören auch in Abständen regelmäßige fest vereinbarte Einzelgespräche, für die wir uns gerne Zeit nehmen, um gesammelte Erfahrungen auszutauschen. 

 

 

 

 


 

 

 

 

die Bildungsdokumentation

die Entwicklungsschnecke in der Krippe von Frau Kornelia Schlaaf-Kirschner

 

Da praktische Beobachtungsverfahren oft nicht zur Hand sind, Ankreuzlisten nicht immer zufriedenstellend, müssen im Alltag Zeitfenster geschaffen werden, damit alles ordnungsgemäß dokumentiert werden kann.

Die Idee von Frau Kornelia Schlaaf-Kirschner war es, ein Beobachtungsverfahren, ein sogenanntes Visualisierungsverfahren zu entwickeln.

Entwicklung soll erkennbar sein. Nicht nur für die Pädagogen, sondern auch für Eltern.

Damit beobachten wir.

Das Beobachtungsverfahren ist eine Visualisierungsmethode für Kinder im Alter von null bis drei Jahren. Der Beobachtungsbogen, die Entwicklungsschnecke, wurde aus unterschiedlichen Theorien (Pädagogik, Psychologie, Soziologie) und vielen praktischen Erfahrungen im Rahmen des Kindergartenalltags entwickelt.

Die verschiedenen Bereiche -

Hören, Sehen, Verstehen, Sprechen, Bewegung, Geschicklichkeit, Körperkontrolle, Emotionalität, Soziale Entwicklung und Denken -

geben die jeweilige Entwicklung eines Kindes wieder.

Der Beobachtungsbogen gibt Aufschluss über die Fähigkeiten und Stärken des Kindes. Er zeigt den pädagogischen Fachkräften, welche Bedarfe das Kind hat und fordert zum fachlich pädagogischen Handeln auf. Er dient der Unterstützung bei Elterngesprächen. Die Eltern erfahren, was ihr Kind schon alles kann, aber auch, wo es noch besondere Unterstützung benötigt.

   

                                                                                                                                                                  

die Babyzeichensprache

 

Im April 2019 haben wir uns an einem Fortbildungstag mit Frau Katharina Schütze von der Zwergensprache GmbH mit der Thematik Zwergen- Babyzeichensprache auseinandergesetzt. Was ist das überhaupt? Was erreichen wir mit der Umsetzung der Zwergensprache und wie funktioniert das eigentlich? Das waren die drei großen Themenschwerpunkte des Fortbildungstages.

 

Babyzeichensprache dient der Verständigung von Eltern, von den Fachkräften und den Kindern, bevor die Kleinen sprechen können. Sie ist eine sehr wirksame Methode für die zweiseitige Kommunikation mit dem (noch) nicht sprechenden Kind.

Die auf deutscher Gebärdensprache beruhenden Handzeichen symbolisieren Gegenstände und Tätigkeiten aus dem Baby- und Kleinkinderalltag.

Die Zeichen werden parallel zur normalen Sprache genutzt und unterstützt das Kind beim Verständnis des Gesagten. Unbewusst spricht man durch die visuelle Untermalung der Worte automatisch deutlich und langsamer und erleichtert den Kindern somit das Erlernen der Sprache.

Die Kinder erhalten eine Möglichkeit, mit Hilfe der Babyzeichen auszudrücken was sie möchten. Dadurch haben sie mehr Erfolgserlebnisse und das Selbstvertrauen wird gefördert.

Mit den Babyzeichen unterstützen du fördern wir den natürlichen Prozess des Sprechen lernens.

Babyzeichen, die wir unter anderen in unserem Alltag nutzen:

Mehr, essen, trinken, Glas, heiß, fertig, schlafen, Mama, Papa, arbeiten, Hände waschen, wütend, Pipi machen, und und und      

 

 

Babyzeichensprache - mamas-milchstrasses Webseite!

 

 

der Kinderschutz

 

Der Schutz des Kindeswohls gehört zu den elementarsten Aufgaben unserer Arbeit.

Die uns anvertrauten Kinder brauchen aufgrund ihrer Entwicklung unsere Hilfe und unseren Schutz. Dabei ist es uns wichtig, unser eigenes Handeln im Auge zu behalten: Unfallverhütungsvorschriften, Fragen der Aufsichtspflicht und das persönliche Wohl der Kinder bestimmen unsere Arbeit.

Alle pädagogischen Fachkräfte sind darüber informiert und wissen ggf. was zu tun ist. Damit ist es auch selbstverständlich, dass in unserer Einrichtung ausschließlich Personal arbeiten, die gemäß § 72a SGB VIII nicht vorbestraft sind.

 

Sofortiges Handeln bei Gefährdungsrisiko

Sollten die Fachkräfte der Einrichtung ein Gefährdungsrisiko bei einem Kind erkennen, wird dieses Risiko nach einem festgelegten Verfahren im Austausch der Leitung der Kindertagesstätte, der Gemeindeverwaltung und mit einer im Kinderschutz erfahrenen Fachkraft des Jugendamtes beurteilt. Das Kind und die Personensorgeberechtigten werden in die Abschätzung des Gefährdungsrisikos mit einbezogen, soweit dies das Wohl des Kindes nicht gefährdet. Die Fachkräfte werden ggf. auf die Inanspruchnahme von Hilfen hinwirken und sind verpflichtet, den ASD des Jugendamtes zu informieren.